Der Mensch kann zwar tun, was er will, er kann
aber nicht wollen, was er will.
(A. Schopenhauer)

Philosophie

Eine Psychotherapie ist stark geprägt von den Überzeugungen, den Werten und der Mitmenschlichkeit des Psychotherapeuten, nach meiner Ansicht deutlich stärker als durch das angewendete Verfahren oder die Methodik. Die zwischenmenschliche Passung zwischen Klient und Psychotherapeut sollte möglichst stimmig sein, damit der Klient Bereicherung erfahren kann und das Abenteuer Psychotherapie gelingen und sich infolgedessen der Klient wieder dem Abenteuer Leben zuwenden kann.

Ich verwende sehr gerne Biblio- und Poesietherapie in meiner Arbeit, weil es kreativ anreichernd ist. In der Bibliotherapie setzt man vorhandene Texte – Kurzgeschichten, Gedichte, Romane – ein, um dem Klienten eine Idee, einen Impuls davon mitzugeben, wie er sein Leben anders, gewinnbringender wahrnehmen und gestalten kann. In der Poesietherapie schreibt der Therapeut dem Klienten eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht oder regt den Klienten dazu an, selbst zu schreiben. Mit Worten zu tanzen, ist bewegend und kann die innere und symptomatische Erstarrung heilsam verstören.

Die nachstehende Fabel habe ich seinerzeit einer an sich selbst und ihrem Leben verzweifelnden Klientin geschrieben, die selber im künstlerischen Bereich tätig ist. Da die Erzählung meine Philosophie als Psychotherapeut sehr gut widerspiegelt, stelle ich sie Ihnen hier zur Verfügung, damit Sie einen Eindruck von meiner psychotherapeutischen Kunst gewinnen können.

Das Leben ist nicht immer ein ruhiger Fluss